Tipps

5 Tipps für einen guten Schreibstil

Wer es versteht, sein Fachwissen verständlich und ansprechend zu präsentieren, nimmt seine Leser mit. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihren Schreibstil zu verbessern. 

1. Schreiben Sie anschaulich

Wenn es abstrakt wird, setzen Sie Bilder oder Vergleiche ein, die der Leser sofort versteht. Geht es um Fakten, werden Sie konkret.

Beispiel: „Vergleichsweise viele Frauen arbeiten wegen familiärer Pflichten in Teilzeit.“ Vergleichsweise wozu? Zu Männern? Zu anderen Gründen? Konkreter wird die Aussage durch Zahlen, Bezüge und eine Beschreibung der „familiären Pflichten“: „In drei von fünf Familien mit Doppelverdienern arbeitet die Frau in Teilzeit, weil sie sich um die Kinder oder um einen pflegebedürftigen Angehörigen kümmert.“ (Zahlen fiktiv)

Lesen Sie Reden von Menschen, die ihre Zuhörer zu fesseln wissen. 

Als Redner, der anschaulich und verständlich spricht, gilt zum Beispiel Timotheus Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom AG. Hier zwei Beispiele aus seinen Reden zur Hauptversammlung der Deutschen Telekom:

„Die Generation unserer Kinder und Enkelkinder betrachtet das Netz als Grundrecht. Sie wünschen sich nahtlosen Zugang. Egal wie. Egal wo. Und den bekommen sie von uns.“ (31. Mai 2017 in Köln)

„Kennen Sie „Bots“? Das sind Roboter. Aber nicht aus Metall und Drähten. Sondern reine Programme. Und die sind in unserem Netz unterwegs. Dort prüfen sie die Anschlüsse der Kunden. Sie melden Störungen. Oder reparieren sie gleich selbst. 1.500 davon sind bei uns im Einsatz.“
(17. Mai 2018 in Bonn, Reden abrufbar unter https://www.telekom.com)

2. Geben Sie Ihrem Text Struktur

Achten Sie auf eine logische Reihenfolge. Trennen Sie Sinneinheiten durch Absätze und Zwischenüberschriften. Vermeiden Sie Schachtelsätze. Zwischen das Subjekt und das Verb des Hauptsatzes sollten sich nicht zu viele Wörter, Einschübe oder Nebensätze schieben. 

Beispiel: „Der Mitarbeiter, der sich um die Pflege der Datenbank kümmert, überspielt auch die Updates – sofern er über die nötigen technischen Kenntnisse verfügt.“ Hier sind die Nebensätze so angeordnet, dass der Leser dem Satz gut folgen kann. Zwischen Subjekt und Verb steht der erste Nebensatz mit acht Wörtern, der zweite wurde hinten angehängt.

3. Schreiben Sie im aktiven Stil

Nennen Sie die handelnde Person und nutzen Sie starke Verben und Leseransprache anstatt Passiv und Nominalstil.

Beispiel: Passivsatz: „Der Mitarbeiter sollte in diesem Fall umgehend von der Führungskraft um ein Gespräch gebeten werden.“ Aktiver Stil: „Bitten Sie Ihren Mitarbeiter in diesem Fall umgehend um ein Gespräch.“

4. Streichen Sie mutig

Verzichten Sie auf Füllwörter, überflüssige Adjektive, abgenutzte Floskeln, Wiederholungen oder langatmige Abschweifungen.

Beispiel: Füllwörter und Floskeln aus dem mündlichen Sprachgebrauch, wie „sowieso“, „natürlich“ oder „nicht wirklich“ wirken flapsig. Verzichten Sie auch auf nichtssagende Wörter wie „durchaus“ oder „generell“. Sprachmoden wie die Steigerung mit „aller“ (am allermeisten, die allerhäufigste Ursache …) sollten Sie in Ihrem Fachbuch meiden.

5. Vermitteln Sie Ihr Expertenwissen verständlich

Achten Sie auf eine natürliche Sprache und setzen Sie Fremd- und Fachwörter sparsam ein. Was helfen kann: Formulieren Sie Ihre Gedanken laut für den Leser.

Beispiel: Erkenntnisse aus der Psychologie, Neurologie oder den Kommunikationswissenschaften haben auch in Konzepten für Management, Marketing oder Personalführung Eingang gefunden. Doch Fachbegriffe aus diesen Wissenschaften sollten Sie einer Business-Zielgruppe im Zweifelsfall erläutern. Der Begriff „Face-to-Face-Kommunikation“ ist noch einfach abzuleiten. Aber weiß jeder etwas mit „Double-Bind“ anzufangen?

Viele weitere Hinweise rund ums Schreiben eines Fachbuchs finden Sie im E-Book „Selfpublishing für Business-Experten“, das Sie hier kostenlos herunterladen können.

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