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Urheberrecht für Self Publisher: Mehr Kontrolle über Ihre Autorenrechte

Was sind Nutzungsrechte?

Ein Urheber hat nach dem Urheberrechtsgesetz (§§ 15 - 22 UrhG) das ausschließliche Recht, sein Werk in körperlicher und nicht-körperlicher Form zu verwerten. Damit ein Autor sein Werk überhaupt vermarkten kann, braucht er einen Partner, sei es ein Verlag, sei es ein Selfpublishing-Dienstleister. Diesem überträgt er das Verlagsrecht bzw. bestimmte Nutzungsrechte, etwa das Recht, das Buch zu drucken und zu verbreiten. Dafür steht dem Autor eine Vergütung zu.

Welche Nutzungsrechte übertragen Sie beim Self Publishing?

Beim Selfpublishing übertragen Sie dem Dienstleister vor allem das Recht zur Vervielfältigung, Verbreitung und Digitalisierung Ihres Werks. Verlagsautoren räumen ihrem Verlag hingegen meist weitergehende Nutzungsrechte ein, die zum Beispiel das Recht zur Übersetzung des Werks. 

„Ausschließlich“ oder „nicht ausschließlich“?

Auf einen wichtigen Unterschied sollten Sie achten: Wenn Sie Ihrem Vertragspartner die „ausschließlichen“ Rechte an Ihrem Werk einräumen, binden Sie sich exklusiv an ihn, und weder Sie noch ein Dritter können diese Rechte zusätzlich wahrnehmen. 

Bei einer nicht-exklusiven Übertragung dürfen Sie Ihr Buch hingegen auch woanders veröffentlichen oder selbst vertreiben. Im Self Publishing erhält der Dienstleister üblicherweise dieses einfache Nutzungsrecht. Aber es gibt auch Anbieter mit exklusiven Verträgen.

 

Das Urheberrecht bedeutet für Self Publisher Schutz und Verpflichtung zugleich. Machen Sie sich jetzt fit und laden Sie sich die Checkliste „Urheberrecht – was Sie als Self Publisher wissen müssen“ herunter.

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